Mein Hosenschlitz ist offen. Wie mein Herz.

Eine junge Frau schwelgt in erotischen Tagträumen. Hauptdarsteller*innen in Theas sexy Kopfkino: die hinreißende Barfrau aus dem Szenelokal, die es nach Menstruationsblut dürstet. Der „schöne Cousin von Laura“, der im kessen Netzhemd den Magic Mike of Drag gibt. Und nicht zu vergessen Superblonde Sasha, extra coole*r Bondage-Expert*in und Rigger mit besonderem Ordnungssinn. Doch selbst in der Fantasie stößt Thea so manche Hürde: Wie tun mit der scharfen Anmache, wenn die Angebetete nicht dieselbe Sprache spricht? Strap-ons ein No-Go sind? Oder sich während der Fesselsession unbändiger Hunger meldet? Äußerst humorvoll und mit expliziter Aufmerksamkeit auf Sound Design und Foley-Effekte – es knistert, ploppt und schmatzt, dass ASMR-Fans ihre helle Freude haben werden – browst Multitalent und Regisseurin Marie Luise Lehner durch den Kink-Katalog: Haare, Sploshing, Playfight, Nylon, Füße, Shibari – you name it!
Begehren als Tool der Emanzipation, daran arbeiten sich sogenannte sexpositive Feminist*innen bereits seit Jahrzehnten ab, indem „deviante“ Formen der Lust ins Blickzentrum gerückt und herkömmliche Geschlechterbilder unterlaufen werden. Ganz im Mindset des „Post-Porno“ geht es jedoch nicht um eine angebliche Authentizität im Sex. Viel eher wird mit alternativen Repräsentationen sexuellen Begehrens experimentiert, die eben nicht die herkömmlichen, klassischen Identifikationsflächen anbieten und derart das, was scheinbar eindeutig und natürlich erscheint, infrage stellen. Dass dabei die vorherrschende Geschlechterordnung genauso lustvoll zerlegt werden sollte wie der Tisch, der am Ende dran glauben muss, darüber herrscht zwischen Thea und ihren Lovers Konsens. Nicht minder geil: der pornös queere Score von Hyperpop-Darling Tami T und der Wiener Rap-Größe Dacid Go8lin. Cunts aller Geschlechter on fire! (Vina Yun)

Orig. Titel
Mein Hosenschlitz ist offen. Wie mein Herz.
Jahr
2021
Land
Österreich
Länge
28 min
Kategorie
Kurzspielfilm
Orig. Sprache
Deutsch, Englisch, Koreanisch, Russisch
Untertitel
Englisch
Credits
Regie
Marie Luise Lehner
Drehbuch
Marie Luise Lehner
Kamera
Simone Hardt
Kameraassistenz
Caroline Liebhart
Musik
Dacid Go8lin, Tami T
Schnitt
Jana Libnik
Ton
Flora Rajakowitsch, Victoria Grohs
Sound Design
Victoria Grohs, Flora Rajakowitsch
Farbkorrektur
Matthias Lindenthal
Darsteller*in
Miriam Weiss, Anna Wolkig, Ekaterina Heider, Hyeji Nam, Mina Strom, Dacid Go8lin, Ezra Sanftsrom
Ausstattung
Camilla Smolders
Licht
Maximilian Smoliner, Sarah May Handler
Kostüme
Camilla Smolders
Produktion
Saskia Arth, Marie Luise Lehner
Mit Unterstützung von
Filmakademie Wien, Wien Kultur MA 7
Geräuschemacher*in
Victoria Grohs, Flora Rajakowitsch
Verfügbare Formate
DCP 2K flat (Distributionskopie)
Bildformat
16:9
Tonformat
5.1 surround
Bildfrequenz
25 fps
Farbformat
Farbe
Digital File (prores, h264)