Augusts Orte

Der Mann meiner Schwester wartet seit August 2020 auf Humanitäres Bleiberecht in Österreich.
Er hat durch unglückliche Umstände seinen Aufenthaltstitel im gesamtem Schengen-Raum verloren. Dieses Ereignis hat mich dazu veranlasst, genau jene Orte, die er durchquert hat - bis an die österreichische Grenze abzufahren und mir in der lähmenden Hitze des Augusts über das Geschehene Gedanken zu machen. Wer und was schreibt Geschichte, was ist sichtbar, was nicht? Trotz der mir revoltierenden Gefühle über die sich wiederholenden Ungerechtigkeiten in diesen Landschaften, habe ich versucht die aufgespürten Erinnerungen mit Distanz und ohne Ressentiment nachzuerzählen.
(Valérie Pelet)


Die Hitze drückt und die Geschichte. Im europäischen Urlaubsmonat fährt die Filmemacherin von Marokko nach Österreich, sie folgt der Fluchtroute ihres Schwagers. Zwischen Reisefreiheit und Bewegungslosigkeit, aktuellen Urlaubsbildern und gefährlichen Grenzüberquerungen, historischen und persönlichen Grenzgeschichten begibt sich der Film an die Orte des Geschehens. Eine surreale wie reale Gleichzeitigkeit in einem nicht für alle grenzenlosen Europa. (Duisburger Filmwoche, 2021)

Orig. Titel
Augusts Orte
Jahr
2021
Land
Österreich
Länge
42 min
Kategorie
Dokumentarfilm, Essay
Orig. Sprache
Deutsch
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Credits
Regie
Valérie Pelet
Kamera
Valérie Pelet
Ton
Bruno Raccole
Schnitt
Valérie Pelet
Stimme
Marie-Christine Friedrich
Mit Unterstützung von
BMKOES, Niederösterreich Kultur, Burgenland Kultur
Verfügbare Formate
Festivals (Auswahl)
2021
Duisburg - Duisburger Filmwoche („Carte Blanche“ Nachwuchspreis des Landes NRW)