sein und sitzen

sein und sitzen

Es ist ein Flughafen, welcher das Ankommen der 5 Personen manifestiert und die nun mit der Super-8 Kamera begleitet werden. Das Schauen in die Kamera durchläuft hier unterschiedliche Phasen, zunächst das Gegenschauen als Verteidigung, dann als Dialog, ein Schauen gemeinsam mit der Kamera.
Die Form der direkten Abwehr zerfällt zusehends, steigert sich bis zum sprichwörtlichen "Sich-treiben-lassen" im Meer.

Der betrachtete Mensch wird zu seiner eigenen Kamera, materialbedingt fällt hier die Akustik weg und sowohl das Schauen als auch das Sitzen werden hier zum "Ich". Geht das "Ich" doch nur aus der Gewohnheit hervor, "Ich" zu sagen, müssen wir hier noch genauer schauen, denn ohne Ton ist das "Ich" noch viel weniger ein Gegenstand. – Hier ist es auf Reisen: unser eigenes Schauen (und auch Sitzen) geht von den Erfahrungen der Regisseurin aus, gleichzeitig auch von den Erfahrungen der gezeigten Personen.
Und wer den Blick abwendet, der schaut doch immer woanders hin.
(Claudia Siefen)

Orig. Titel
sein und sitzen
Jahr
2014
Land
Austria
Länge
12 min
Kategorie
Avantgarde/Kunst
Orig. Sprache
Kein Dialog
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Credits
Regie
Josephine Ahnelt
Konzept & Realisation
Josephine Ahnelt
Schnitt
Johannes Hammel
Mit Unterstützung von
Wien Kultur, Österreichisches Filmmuseum, Innovative Film Austria, Wien Kultur
Verfügbare Formate
Digital File (prores, h264) (Distributionskopie)
Bildformat
4:3
Tonformat
Stumm
Bildfrequenz
25 fps
Farbformat
s/w
Festivals (Auswahl)
2015
Wien - VIS Vienna Independent Shorts