WIEDER HOLUNG

WIEDER HOLUNG ist: vier Mal drei Buchstaben, vier Silben oder zwei Worte; vier Felder, zwei Zeilen, Schwarz oder Weiß, bewegte Zeichnung.
WIEDER HOLUNG läßt sich als eine auswuchernde Serie von Differenzierungen und Verkehrungen beschreiben. Deren Grundlage ist einfach und in ihrer Konsequenz zugleich umfassend: Alles ist gezeichnet, alles ist animiert, alles ist Schwarz oder Weiß. In diesen Vorgaben des Films heben sich feste Qualitäten auf, selbst Konstanten wie die Frau, die "Heldin" der WIEDER HOLUNG ist, sind der Verwandlung und Anverwandlung unterworfen. Dieser Umstand wird als Bedrohung gesetzt. WIEDER HOLUNG beginnt als Alptraum und changiert in der Folge zwischen apokalyptischen Phantasien – Räume und Dinge atmen, Körper sind eine unförmige Masse, blutende Wunden oder ein explodierender Schrei – und alltäglichen, gewissermaßen dokumentarischen Beobachtungen von Details und Handgriffen wie eine Zigarette an der Flamme des Durchlauferhitzers anzünden oder den Anrufbeantworter abhören.
Das eine ragt ins andere hinüber. Fliegende Gabelattacken hallen in leise zappelnden Gabeln nach, Raumdekors finden ihre Entsprechung im Abfluß der Dusche, stellvertretend fällt der Mixer über den Toaster her. Die Frau gebiert sich ihr Double.
So wie sich komplexe Bewegungsabläufe als minimale Differenz von Schwarz und Weiß vermitteln (das Verlassen eines Zimmers wird durch einen aufblitzenden weißen Lichtfleck in der Dunkelheit markiert, das Abfahren einer Liftkabine durch einen nach unten ziehenden schwarzen Streifen im Türschlitz), durchdringen Gegensätze (Traum / Wirklichkeit; Mann / Frau; alt / jung; tot / lebendig;) einander beständig – bis zur erlösenden Verwandlung in der Wiederholung. (Isabella Reicher)

Orig. Titel
WIEDER HOLUNG
Jahr
1997
Land
Österreich
Länge
8 min
Kategorie
Animation/Zeichentrick
Orig. Sprache
kein Dialog
Credits
Regie
Nana Swiczinsky
Drehbuch
Nana Swiczinsky
Kamera
Nana Swiczinsky
Musik
Flo Prix, The Splinters
Schnitt
Nana Swiczinsky
Ton
Flo Prix
Animation
Nana Swiczinsky
Kolorierung
Esther Peischl, Barbara Frantal
Verfügbare Formate
35 mm (Distributionskopie)
Bildformat
1:1,66
Tonformat
Stereo
Bildfrequenz
24 fps
Farbformat
s/w
Digital File (prores, h264) (Distributionskopie)
Festivals (Auswahl)
1997
Leipzig - Dok Leipzig - Int. Festival für Dok.- u. Animationsfilm
Bilbao - Certamen Int. de Cine Doc. y Cortometraje de Bilbao
Schorndorf/D - Trickfilmtage
1998
Clermont-Ferrand - Festival de Court Metrage
Graz - Diagonale, Festival des österreichischen Films
Stuttgart - Int. Trickfilm-Festival
Hong Kong - Int. Film Festival
Philadelphia - Festival of World Cinema
Toronto - Worldwide Short Film Festival
Montecatini Terme - Mostra Int. FILMVIDEO
Aukland - New Zealand Int. Film Festival
Brisbane - Int. Film Festival
Austin - Cinetexas - Int. short film&video&new media festival
Riga - Arsenals - Int. Film Festival
Split - Festival of New Film and Video
Helsinki - MUU Media Festival
Kiew - Molodist Int. Film Festival
Madrid - Semana de Cine Experimental
Braunschweig - Filmfest
Köln - feminale - Int. Frauenfilmfestival
Stuttgart - Filmwinter, Expanded Media Festival
Triest - Alpe Adria Cinema - Film Festival
Aix-en-Provence - Festival Tous Courts
Hiroshima - Int. Animation Festival
1999
Windsor - Media City
Istanbul - Int. Short Film Festival
Ankara - Int. Film Festival
Solothurn - Filmtage
2001
Graz - Diagonale, Festival des Österreichischen Films
Brest - Festival du Film Court
2002
Cork - Int. Film Festival
2003
Sao Paolo - Short Film Festival
2004
Tampere - Film Festival