2/60 48 Köpfe aus dem Szondi-Test
Menschengesichter, Photographien aus einem Testprogramm für experimentelle Triebdiagnostik, gehen ineinander über und formen für das träge Auge des Betrachters ein universales Gesicht: Auge/Auge, Nase, Mund. Schon in Kurt Krens zweitem Film äußert sich ein hingebungsvolles Interesse für das immer andere im Ewiggleichen, bzw. für ein rhythmisiertes Spiel mit dem Material Film. Jenen, die, wie Kren einmal Hans Scheugl erzählte, zwischen den Gesichtern Adolf Hitler wiederzuerkennen glaubten, könnte man mit René Clairs Bruder Henri Chomette aus dem Stummfilm-Jahr 1925 entgegenhalten: "Filmrhythmus ist eine Potenz, die jenseits von Tatsachenlogik und Realität Visionen erzeugt, wie sie nur im Verein von Linse und...
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